Charlotte Jeroma
Biographie
Charlotte Jeroma (*1993) arbeitet im Medium Aquarell und widmet sich in ihrer künstlerischen Praxis der Erforschung menschlicher Innenwelten. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen emotionaler Wahrnehmung, Erinnerung und zwischenmenschlicher Erfahrung. Dabei interessiert sie besonders, wie Empfindungen entstehen, sich verändern und unser Verhältnis zu uns selbst und zu anderen Menschen beeinflussen.
Mit der fortlaufenden Werkserie „Fühlende, die denken“ entwickelt Jeroma einen vielschichtigen Dialog zwischen Bild, Gefühl und Sprache. Die Künstlerin nähert sich Emotionen nicht als festen Zuständen, sondern als beweglichen Erfahrungsräumen, in denen persönliche Geschichte, körperliches Erleben und soziale Beziehungen miteinander verbunden sind.
Ihre Aquarelle zeichnen sich durch eine sensible Verbindung von Transparenz, Tiefe und malerischer Offenheit aus. Schichtungen, Übergänge und atmosphärische Verdichtungen werden zu einer visuellen Entsprechung innerer Prozesse. Das Wasser im Aquarell wird dabei nicht nur als technische Grundlage verstanden, sondern als aktives Element des Bildgeschehens – kontrollierbar und zugleich dem Zufall geöffnet.
Der Beginn der Serie markiert eine intensive Auseinandersetzung mit einzelnen emotionalen Zuständen. In Zusammenarbeit und Austausch mit den Autor Dr. Frick-Baer und Frick, die das „ABC der Gefühle“ verfasst haben, entstand eine Verbindung zwischen künstlerischer Praxis und psychologischer Betrachtung. Diese Begegnung prägte die Beschäftigung mit der Frage, wie Gefühle wahrgenommen, beschrieben und sichtbar gemacht werden können.
Im weiteren Verlauf ihrer Arbeit richtet Charlotte Jeroma den Blick zunehmend auf die Dynamik zwischen verschiedenen Empfindungen und deren Einfluss auf Beziehungen. Ausgangspunkt neuer Werke sind persönliche Begegnungen und Gespräche, aus denen sich malerische Prozesse entwickeln. So entstehen Bilder, die nicht nur individuelle Erfahrungen spiegeln, sondern auch die komplexen Räume zwischen Menschen untersuchen.
Der Entstehungsprozess ihrer Arbeiten ist geprägt von Langsamkeit, Aufmerksamkeit und einer fortwährenden Annäherung. Malen bedeutet für Jeroma, Erfahrungen aufzunehmen, zu verarbeiten und ihnen eine eigene Form der Kommunikation zu geben.
Statement
"Malen ist innerer Fortschritt."
Charlotte Jeroma
Ausstellungen
2025
FÜHLENDE, DIE DENKEN
Galerie Wasser
Einzelausstellung
Köln, Deutschland
2024
FÜHLENDE, DIE DENKEN
Atelier Kanchay
Gemeinschaftsausstellung
Köln, Deutschland
2024
WIE BETÄUBT ODER LEBENDIG
Galerie Lamann
Gemeinschaftsausstellung
Düsseldorf, Deutschland
2023
LOSE TEILE
FLINTA*FUSION
Gemeinschaftsausstellung
Köln, Deutschland